Aids-Situation in Deutschland
Die Gesamtzahl der in Deutschland neu diagnostizierten HIV-Infektionen stieg seit 2002 an von 1700 auf rund 3000 Neuinfektionen pro Jahr seit 2007. In den sexuell aktiven Gruppen der Bevölkerung ist ein Rückgang im Schutzverhalten und damit eine größere Sorglosigkeit in den letzten Jahren zurückzuführen. Ein Indiz dazu ist, dass auch andere Geschlechtskrankheiten wie die Syphilis wieder vermehrt auftreten. Der Bericht des Robert Koch-Instituts zu HIV/Aids in Deutschland zeigt, dass 2009 ca. 3000 HIV-Infektionen neu diagnostiziert wurden. Damit stieg die Zahl der Menschen, die in Deutschland mit dem Virus leben, auf über 67.000 an. Männer sind mit über 55.000 davon am meisten betroffen Eines der Gründe ist, dass Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), mit 62 Prozent weiterhin die größte Gruppe darstellen. Die Zunahme der Meldungen von neudiagnostizierten HIV-Infektionen bei MSM konzentriert sich im wesentlichen auf Großstädte wie Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt/Main. Über heterosexuelle Kontakte haben sich 2009 ca. 20 % infiziert und über intra-venösen Drogengebrauch weitere 8%. Diese Zahl ist jedoch stark rückläufig, was auf eine gute Präventionsarbeit unter Drogennutzern zurückzuführen ist. Robert Koch Institut – Epidemiologisches Bulletin Nr. 48 vom 30.11.2009